Made in Germania

Live 1976 in Wedel / Holstein

  •  Intro
  • Alice Cooper
  • Made in Germania I
  • Stubbes Truppe
  • Gichtfinger
  • Hau drauf
  • CDU
  • Superserie
  • Trautes Gespräch
  • Made in Germania II
Made in Germania - Alcatraz

Von der Gründungsbesetzung verblieben waren Rüdiger Rübe Berghahn (piano, voc), Klaus Holst (git), Jan Rieck (dr). Klaus Nagurski hatte die Band 73 verlassen (4 Jahre Luftwaffenmusik-Corps) und war 76 gerade wieder eingestiegen.

 

Neu drin war Thomas Hockling (voc, harp), ein Mann, der schon 1967 der musikalische Kopf meiner ersten festen Band war („Memory Lane“), und der auch der Sänger war von „Jet Set Blues Band“ zwischen 1968 und 70 mit Lutz Rahn an der Orgel (später Gründer von „Novalis“) sowie Holger Hardenberg (git), Ronny Wilson (bs) und Jan Rieck (dr).

Thomas hatte schon in den 60ern Dinge singen können wie Wilson Pickett, Otis Redding, Gary Brooker, Steve Winwood, Steve Marriott usw., an die sich sonst kein Schwein in Hamburg heranwagte. Und vor allem: Er kriegte das hin. Er hatte diesen irren Bumms in der Stimme. Zu seinem Pech war seinen Bühnenpräsenz auch ziemlich überdreht, die ihm nicht selten als eine Art Zudringlichkeit ausgelegt wurde. Zu viele Angriffsflächen für einen Popstar...

 

Als sechstes Mitglied: Am Bass der 18jährige Klaus Hormann, später tätig in vielen namhaften Hamburger Bands und Studios.

 

„Made in Germania“ zeigt mal wieder jede Menge widerstrebende Einflüsse: Der elektrische Rockjazz der frühen 70er, Zappa-ähnliche Kollagen, der aufkommende politisierende deutschsprachige Rock und englische Einflüsse aus den späten 60ern.

 

Eine widersprüchliche Band mit einem widersprüchlichen Konzept in einer guten spielerischen Verfassung... und kurz vor der unvermeidbaren Trennung in alle Windrichtungen... also ein typisches Alcatraz-Zeitdokument... aufgenommen mit einem Stereo-Tonbandgerät und zwei Mikrofonen in einem Wedeler Jugendzentrum.