Die 2000er Jahre

Anfang 2000 kamen Mike Kann und Jan Rieck wieder zusammen. Sie konnten als dritten Mann den wesentlich jüngeren Baseler Jazz-Musiker David Wolf (altosax, baritonsax, perc) dazu gewinnen, und man spielte viele Sessions im Probenraum. Es kam zu Stücken, die nur zum Teil komponiert waren, im Wesentlichen aber auf verabredeten Musical Directions basierten. Und das neue Alcatraz-Trio landete zur Jahreswende 2001-02, also nach 20 Jahren, wieder im Studio von Lutz Rahn, und es kam wohl zur jazzigsten CD der Band seit Bestehen mit Elementen aus dem freien Jazz, Latin, Ringmodulationen, 70er Fusion und Gothic-Lyrik.

 

Danach zog es David Wolf als Musiklehrer mit seiner Familie wieder zurück nach Freiburg. Kann und Rieck schafften zusammen noch die Studio-Abmischung. Das Herausbringen der CD konnte Rieck erst im Jahre 2010 erledigen. 

Kann und Rieck trennten sich 2002 endgültig. Kann machte noch ein wenig Studioarbeit und hörte um 2005 endgültig auf mit der Musik und dem Malen.

Jan Rieck zog es nach einem beruflichen Crash im Frühjahr 2004 für ein Jahr nach Berlin, dann Anfang 2005 nach München. Dort traf er sofort auf Thomas Hockling (siehe Alcatraz 1976), der mittlerweile in Aalen (Schwäbische Alb/BaWü) wohnte, Musik machte und ein privates Studio betrieb.

 

Alcatraz wurde also ab 2005 wieder als Duo geführt (mit zeitweiligen Gästen an Bass oder Gitarre) mit Thomas Hockling (voc, git, bs, keyb) und Jan Rieck (dr). Während dieser Zusammenarbeit entstand die von Hockling initiierte und produzierte Drum-Solo-CD von Jan Rieck „Alcatraz Drums 2007“. Ergebnisse des musikalischen Zusammenspiels in Aalen werden derzeit von Thomas Hockling überarbeitet und werden, wie häufig bei Alcatraz im Nachhinein, auf CD erscheinen.