The Story about ....

Alcatraz ist eine deutsche Rockband aus Hamburg und gleichzeitig ein jahrzehntelanges wechselndes Projekt kreativer Rockmusik unter dauernder Bearbeitung und Verbindung neuer Stile mit herkömmlichen Formen des kreativen Rock. Zu den Gründern der Band 1970 gehört Drummer und Schriftsteller Jan Rieck. Er ist das einzige überdauernde Mitglied des Projekts seit über 45 Jahren und ist seitdem von Epoche zu Epoche mit dem regelmäßigen Neuaufbau des Projektes beschäftigt.

Alcatraz bewegte sich in der Geschichte seit 1970 hin und her zwischen dem Status als Profi-Band und als Semi-Profi-Band. Gegründet auf der Elbinsel Hamburg-Finkenwerder hatte sie ihren ersten festen Probenraum in Waltershof, dem alten Hamburger Fischerdorf südlich der Elbe, heute für Container-Terminals des Hafens dem Erdboden gleich gemacht.

Die Discographie der Band startete 1971 mit der LP „Vampire Statebuilding“ immerhin beim Phillips-Konzern. Über die weiteren Jahre brachte die Band die Veröffentlichungen im eigenen Verlag heraus unter Einbeziehung bestehender Vertriebe. Zudem gab es auch LP-Veröffentlichungen in verschiedenen kleinen Underground-Verlagen.


Musikalisch lagen die Haupttendenzen anfänglich, also von 1970-72, bei Einflüssen von der englischen Szene des progressiven Bluesrock und Jazzrock (Ten Years After, Keef Hartley Band, Savoy Brown, Remo Four, Taste, Colosseum, Soft Machine), wozu sich dann folgend eine deutliche Beeinflussung durch Frank Zappa, Jeff Beck, Mahavishnu Orchestra, King Crimson, Tony Williams Lifetime, Patto gesellten.

Man war von Anfang an für alles offen, vermischte auch Stilelemente, die vordergründig gar nicht zusammen gehörten, wie Jazz-Einflüsse von Miles Davis oder Cannonball Adderley mit Deep Purple oder Led Zeppelin-Klängen.

Die junge Band stand ab 1970 mit staunenden Augen in der Phase der Rockmusik, in der die meisten verschiedenen Stile aus aller Welt zusammen trafen, und wo in punkto Vermischung alles erlaubt war… zumindest beim geneigten Publikum. Rüdiger Berghahn, Klaus Holst, Klaus Nagurski, Ronny Wilson und Jan Rieck wurden von Manager Willy Jahnke auf den großen landesweiten Festivals präsentiert mit aller erdenklichen Prominenz der kreativen Musik, sowie in Theatern, gemieteten Großkinos, Kulturzentren. Und man flog auch mal im hohen Bogen raus aus einer Disco, die schon damals auf das Tanzen ausgerichtet wurden, und wo man schräge Musik eben nicht hören wollte. Auch negative Erfahrungen wurden in Fülle gemacht.

Dies hat sich dann über die Jahrzehnte genauso hingezogen wie begeisterte Zuschauer, die immer wieder von der bei Alcatraz traditionellen kraft- und hingebungsvollen Spielweise überzeugt wurden. Und diese teilweise brachiale Art des musikalischen Vortrags war immer ein Wiedererkennungsfaktor der Live-Musik der Band über alle Jahrzehnte, woran Jan Rieck ebenfalls immer wieder einen maßgeblichen Anteil hatte und die neuen Musiker natürlich diesem Anspruch dementsprechend ausgewählt hat… und dies eben auch weiterhin unabhängig vom jeweils aktuellen Stil, den die Band gerade in den Mittelpunkt der Aktivität gerückt hatte.


In den späteren Phasen der 80er und 90er, in denen Jan Rieck hier und da kurzzeitig keine passenden neuen Besetzungen zusammen bekam, trat er teilweise solo auf in Form von Dichterlesungen seiner eigenen Bücher oder als Schlagzeug-Solo-Auftritte, teilweise auch beides miteinander gekoppelt.

Jan RIeck · Solo Performance in der Kunst-Galerie HH-Eimnsbüttel